Claudia Czerwinska Yoga Raum Borgsdorf Bewegung in Balance | iyoga@web.de

Wer? (... fragt nach 2 Personen - Wer übt? und Mit wem?)

Zunächst ... an den Übenden: Wer übt?

Yoga kennt kein Alter.

Es existiert jenseits von Kondition und Beweglichkeit.

Es ist frei von Ehrgeiz und Konkurrenz.

Die Erfahrungen mit Yoga = Leben werden in 8 Aspekten (Yama, Niyama, Asana, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana, Samahdi) über den 8-gliedrigen Pfad der Yoga-Sutren beleuchtet und erprobt.

Es ist sehr ernst zu nehmen, denn es kann Dein Leben nachhaltig verändern. Daher brauchst DU Humor!!!!

Der erste Satz ("Citta vritti nirodhah") im Yoga-Sutra nach Patanjali besagt: "Yoga ist das zur Ruhekommen der Gedankenbewegungen". Wenn unser Gedankenkarussell still steht, bleibt letztendlich NICHTS übrig. Es wird leer in uns. Das ist unser ursprünglicher Zustand - Leere. Hinter dem Gedankestrom, im Geist, dem Nichts, lässt sich Fülle erfahren. Das ist der Zustand von Glückseligkeit. Der Verstand mit seinen wahllosen Einwürfen der Gedanken, hält normalerweise unsere Aufmerksamkeit in einer unendlichen Schleife beschäftigt. Dazu kommen die unglaublichen vielen Ablenkungen von aussen, denen wir uns aussetzen, weil uns durch manche der Ablenkungen die Erlösung in Aussicht gestellt wird. Jeder strebt nach anderen Zielen im Leben. Du bist es selbst die/der entscheidet, worauf Du Dich ausrichtest. Yoga bietet Dir den Blick hinter Kulissen, die das "normale" Leben Dir vorenthält. Im ständig sich verändernden Blick auf das Leben, hast Du die Möglichkeit in einen Fluss einzutauchen, der Dich unterstützt jeden Moment neu zu erleben - ohne Referenzen oder gar Bewertungen für Bekanntes, das Leben neu kennenzulernen. Da das tatsächlich eine Erfahrung ist, die sich über die Zeit des Praktizierens einstellt, ist es fast unmöglich das Ergebnis in Worte zu fassen. Es beschreibt immer nur die Oberfläche. Die Erfahrung geht deutlich tiefer in Dein Herz, Deinen Körper und Deinen Geist ein. Du spürst beim Lesen, Enge und Begrenzung? Gut so. Leben, Glück, Frieden, alles, was du dir wünscht bedeutet Veränderung, das ist die größte Konstante des Lebens. Alles Andere ist Illusion. 

Einfacher betrachtet ist Yoga eine Lebens-Philosophie nach der Du lebst, irgendwie ein Seins-Zustand. Im Grunde ist es immer da. Es ist der Zustand, in dem nichts fehlt und auch nichts hinzugefügt werden muss. Es ist Mitte, Balance, Einheit, Allein-s-ein. Es ist da, so, wie Du auch da bist, also ist es auch für Dich da, mit Dir, durch Dich, für Dich. Es hängt jeweils davon ab, ob und was Du daraus machst. Bitte lasse zunächst alle Erwartungen an Leistung und Richtig - Falsch - einfach los und mit der Unvoreingenommenheit eines Kindes, sprich Anfängergeist beginnen. "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne". (Hermann Hesse).

Deshalb: Es lohnt sich immer zu beginnen und auch offen zu bleiben, im Anfängergeist, jeden Moment neu zu erleben und neu zu entscheiden. Ich bin seit etwa 30 Jahren dabei geblieben. Obwohl es "Arbeit" ist ... Veränderung = Bewegung = Stabilität = Sein.

Also Du bist gemeint ... willkommen!

Danach ... an den/die LehrerIn: mit wem übe ich? 

Es gibt genau so viele Yoga-Prägungen, wie es Lehrende gibt. Jeder ist einzigartig und selbst wenn mehrere grosse Schulen viele Lehrer mit einer spezifischen Methode ausbilden, hat jedes Wesen seinen ureigenen Ausdruck. Findet ein Lehrender diesen Selbst-Ausdruck nicht, bleibt er eine Kopie des ursprünglichen Meisters, bei dem er gelernt hat, möchte ich sagen. Das wäre schade. Denn jeder hat etwas Besonderes, was er unbedingt in seinem Leben zum Ausdruck bringen sollte. Du auch ... durch Yoga kannst Du dem näher kommen. Auch als Schüler sind wir einzigartig und haben unseren individuellen Ausdruck. Immer daran denken!

Bei der Wahl Deines/r Lehrers/In lausche auf Deine innere Stimme, folge einem Gefühl oder einer Resonanz. Selbst, wenn es sich mit der Zeit ändert, dass es Dir gefällt oder gut tut, das gehört zum Prozess dazu.

Es ist im Yoga wie im wirklichen Leben, mal funktioniert es gut, mit der Methode, den Lehrenden, dann kommen wir an Grenzen. Mach weiter, sei wachsam, was Dich diese Grenzen lehren will. Genau das ist Yoga, Bewusstsein über die herausforderungen des Lebens entwickeln, als weniger die verbogene, akrobatische Haltung originalgetrau nachturnen zu können. Das bleibt Kopie oder eine äussere Form leer einzunehmen. Der Inhalt macht den Unterschied zum Sport zum Beispiel. Dies sind viele Erfahrungen, die ich schon vor der Matte mit Dir gerne teile, damit Du die Matte dann als Spielplatz betrachten kannst, auf dem Du für das richtige Leben lernst. Du lernst mit und an Dir selbst. Der/die LehrerIn gibt Dir nur Unterstützung, das zu erwecken, was bereits selbst in Dir liegt. Er?Sie haben etwas mehr Erfahrung als Du, nicht mehr und nicht weniger. Leherer/Innen sind keine Heiligen oder Alleswisser und Alleskönner. Jeder ist sein eigener Meister. Auch ganz sinnvoll mal darüber nachzudenken.